Verband

Dach unterm Dach

Das FKT ist räumlich und organisatorisch dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie t+m zugeordnet. Als Verband ist es Interessenvertreter für Textilforschung und -entwicklung mit Schwerpunkt Gemeinschaftsforschung.

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www.textil-mode.de

Forschungs­kuratorium
Textil e. V.

Das Forschungskuratorium Textil e. V., kurz FKT, ist im siebenten Jahrzehnt Forschungskoordinator für 16 deutsche Textilinstitute unter dem Dach des Gesamtverbandes textil + mode. Mehr als 1.200 Textilforscher nutzen Programme der Technologie- und Innovationsförderung des Bundes und der EU für die Entwicklung faserbasierter Materialien, Werkstoffe und Textilverbundstoffe für den innovativen Input in nahezu allen Wachstumsbranchen.

Das einzigartige textile Forschungsnetzwerk schlägt Brücken zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft. Aus gemeinsamer Arbeit erwachsen Forschungsthemen, die im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung – einem bewährten vorwettbewerblichen Förderprogramm des Bundeministeriums für Wirtschaft und Energie – praxisnah in neue faserbasierte Werkstoffe bzw. Verfahrens- und Dienstleistungsangebote übergeleitet werden.

Auf diese Weise erneuert sich die Textilwirtschaft seit Jahrzehnten aus sich selbst heraus; öffentliche Fördermittel sorgen dabei für die permanente strategische Fortentwicklung der Branche. Das FKT seinerseits beschleunigt den Transferprozess von industrierelevanten Prototyp-Lösungen in die mittelständische Industrie mit eigenen Veranstaltungen.

YouTube Logo Das Forschungskuratorium stellt sich vor

Vorstand
Dipl.-Ing. Franz-Jürgen Kümpers

Dipl.-Ing.
Franz-Jürgen Kümpers

Vorstandsvorsitzender

Dr. Hans-Joachim Bünger

Hermann Güth

Michael Kamm

Stefan Ruholl

Geschäftsführung
Dr. Klaus Jansen

Dr. Klaus Jansen

Geschäftsführer

Team
Christa Ehrlich

Christa Ehrlich

Fördermitteladministratorin

Fon: +49 30 726220-43

Fax: +49 30 726220-143

Alexandra Hesse

Alexandra Hesse

Assistenz Geschäftsführung

Fon: +49 30 726220-41

Fax: +49 30 726220-141

Torsten Brüning

Torsten Brüning

Fördermitteladministrator

Fon: +49 30 726220-42

Fax: +49 30 726220-142

Textilforschung

Industrie-Lösungen aus den Instituten

Deutschland hat traditionell bedingt eine im europäischen Vergleich hohe Dichte an Textilforschungseinrichtungen. Die leistungsfähigen Institute sind in den ehemals klassischen Zentren der Textilindustrie in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen beheimatet. Ihnen ist es maßgeblich mit zu verdanken, dass die seinerzeit vorwiegend auf Bekleidung, Heimtextilien und Mode ausgerichtete Textilwirtschaft als Traditionssektor heute zu den weltgrößten Produzenten und Exporteuren von technischen Textilien gehört.

Herstellung von CFK-Prüfkörpern

Herstellung von CFK-Prüfkörpern am Technikum des Faserinstituts Bremen (FIBRE)

Copyright: FIBRE

Nutznießer sind Luftfahrt, Automotive und Logistik ebenso wie die Bereiche Bau und Maschinenbau bzw. die Gesundheits- und Energiewirtschaft. Smart Textiles (intelligente Textilien) bzw. Fasern mit neuen Oberflächeneigenschaften finden zunehmend auch bei Bekleidung und Heimtextilien Verwendung.

Textilforschung ist vorrangig Werkstoffforschung. Schwerpunkt sind neue Materialien und Faserverbundwerkstoffe, Oberflächenbeschichtungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien, Materialsicherheit, Wertschöpfungsketten, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.

Innovationen

Beträchtlicher Umsatz mit Produktneuheiten

Vor Jahrzehnten im Spektrum der Textilindustrie eher noch eine Fußnote, gehören technische Textilien als Aushängeschild der Branche heute zu den Hightech-Materialien, die vor allem in anderen Industriezweigen Innovationssprünge erst möglich machen. Stichworte hier: Leichtbau, funktionale Oberflächen oder effizientere Technologien. Faserbasierte Werkstoffe und -verbünde ermöglichen in nahezu allen volkswirtschaftlichen Zweigen innovative Sprünge. Die gesamte Textilindustrie, die jeden zweiten Euro im Sektor technische Textilien erwirtschaftet, investierte laut Stifterverband 2012 rund 133 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

Jüngste Untersuchungen in Deutschland haben bestätigt, dass die Hersteller und anwendungsbezogenen Materiallieferanten ein großes Innovationsvermögen besitzen. Sie erzielen über 25 Prozent ihres Umsatzes mit neuen innovativen Erzeugnissen und stehen damit an dritter Stelle nach der Automobil- und der Elektronikindustrie.

Textile Lichtbetonfassaden

Farben, Logos, Schriftzeichen: glänzende Aussichten für textile Lichtbetonfassaden

Copyright: ITA

Dubaier 7-Sterne-Hotel „Burj al Arab“

14.000 Quadratmeter groß, 200 Meter hoch, 50 Meter breit: textile Doppelmembran zur thermischen Isolation am Dubaier 7-Sterne-Hotel "Burj al Arab"

Copyright: Verseidag

Märkte

HighTex aus Deutschland weltweit gefragt

Technische Textilien aus Deutschland für die unterschiedlichsten Branchenanwendungen sind gefragt – in Europa, in den BRICS-Staaten und in weiteren Überseemärkten. Entsprechend hoch ist die Exportquote von aktuell 43 Prozent. Die deutsche Textilwirtschaft ist aufgrund ihres jahrzehntelangen Forschungs- und Produktionsvorlaufs Exportweltmeister für technische Textilien.

Faserbasierte Materialien werden zunehmend dann eingesetzt, wenn es um besondere Anforderungen wie Leichtigkeit, Widerstandsfähigkeit, Verstärkung, Filtrierung, Feuerhemmung, Hitze- und Wärmeschutz, Elastizität und Absorptionsvermögen geht. Dank der Faserbeschaffenheit (Polyester, Polypropylen, Viskose, Baumwolle, Carbon, Glas, Aramid usw.) sowie der Wahl der am besten geeigneten Herstellungstechniken (Wirken, Weben, Flechten, Stricken, Vliesstoffherstellung usw.) – darunter auch die Ausrüstung (Färben, Bedrucken, Beschichten, Laminieren usw.) – sind die Hersteller technischer Textilien in der Lage, Textillösungen mit auf die Bedürfnisse der Endnutzer zugeschnittenen mechanischen-, "Intelligenz"- oder Schutzeigenschaften anzubieten.

Forschungsberichte

FuE-Ergebnisse im Überblick

Das FKT ist räumlich und organisatorisch dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie t+m zugeordnet. Als Verband ist es Interessenvertreter für Textilforschung und -entwicklung mit Schwerpunkt Gemeinschaftsforschung.

Forschungsbericht 2012

2012 Datei herunterladen

Netzwerk

Gut vernetzt

Selbst Netzwerk und Bindeglied zwischen Textilforschungsinstituten, Bildungseinrichtungen und Industrie, ist das Forschungskuratorium Textil auf nationaler und internationaler Ebene gut vernetzt. Die so entstehenden Synergien kommen Forschung und Entwicklung zu Gute.

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Ordentliche Miglieder

Branchenverband Plauener Spitze und Stickereien e. V.

BVMed Bundesverband Medizintechnologie e. V.

GermanFashion Modeverband Deutschland e. V.

Gesamtverband der Deutschen Maschenindustrie e. V., Gesamtmasche

Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V.

Gesamtverband der Leinenindustrie e. V.

Industrieverband Technische Textilien - Rollladen - Sonnenschutz e.V (ITRS)

Industrieverband Veredelung - Garne - Gewebe - Technische Textilien e. V.

Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V.

Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e. V.

Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V.

Verband der Nord-Westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V.

Verband der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V.

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie - Südwesttextil - e. V.

Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland e. V.

Außerordentliche Miglieder

Fachverband Textilmaschinen im VDMA

Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e. V.

Wirtschaftsverband Textil Service - WIRTEX e.V.

IVC Industrievereinigung Chemiefaser e. V.

Auswahlsystem IGF

Förderung anwendungsnaher Grundlagenforschung

Bei der Innovations- und Produktentwicklung über das vom FKT für die Textilforschung gemanagte BMWi-Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) hat sich ein vierstufiger Stage-Gate-Prozess bewährt. Dabei werden Entwicklungsvorhaben als Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung nach sachlogischen Abschnitten unterteilt. Demzufolge durchlaufen die zumeist aus der Industrie kommenden Projektideen folgende beurteilende Instanzen:

  • Textilforschungsinstitut
  • FKT
  • Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF)
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Oberstes Entscheidungskriterium auf jeder dieser Ebenen ist der Nutzen für kleine und mittlere Unternehmen. Hat das Forschungsthema einen innovativen Anspruch, führt es zu produzierbaren Innovationen mit hoher Umsatzwirkung, die Arbeitsplätze erhalten bzw. schaffen?

Folglich werden Anträge erst dann zur AiF weitergeleitet, wenn Fachleute aus der Industrie dafür grünes Licht gegeben haben. Nur wenn ein klares „Go“ kommt, geht der Antrag in die nächste Runde. So wird gesichert, dass alle Projekte dem hohen Qualitätsanspruch des Fördergebers entsprechen und aus jedem Euro Fördermittel das Bestmögliche herausgeholt wird.

Transfer

Schneller in die Praxis

Innovative Fortschritte beruhen zumeist auf Forschungsprojekten aus Textilinstituten im Zusammenspiel mit mittelständischen Partnern. Highlights in Form von Forschungsergebnissen und prototypischen Lösungen haben in Deutschland vor allem einen Nachteil: Sie benötigen noch zu viel Zeit bis in die Produktion. Beschleunigter Transfer ist deswegen eines der zentralen Aufgabenfelder des Forschungskuratoriums.

Mit dem IGF-ZIM-Tranfser-Event „From Idea to Practice“, der seit 2012 jeweils auf den Veranstaltungen der Aachen Dresden International Textil Conference für Aufmerksamkeit sorgt, werden gute Überleitungserfahrungen thematisiert. Motto: Zwei BMWi-Programme mit einem Ziel: ohne Zeitverlust und mit öffentlichen Mitteln schneller zur Marktreife. Ebenfalls transferbezogen ist der fünfmal jährlich erscheinende FKT-Newsletter u. a. mit seiner Rubrik „Transfer gelungen“. Die regelmäßige Teilnahme der Textilforschung an der Hannover Messe bzw. am Innovationstag Mittelstand in Berlin verfolgt diesen Anspruch ebenso wie eigene Parlamentarische Abende mit Bundestagsabgeordneten und regelmäßige Veröffentlichungen von Transfererfolgen in Wirtschaftsblättern und Fachzeitungen.

Strategie

Perspektivisch denken und handeln

Im FKT bündeln die Fach- und Landesverbände der Textil- und Modebranchen ihre Kompetenzen zur Stärkung der Innovationskraft der Branchenunternehmen im Wissen darüber, dass technische Textilien das Entwicklungstempo und den Innovationsgrad auch in solchen Wachstumsfeldern wie Windenergie, Leichtbau und Umweltschutz mitbestimmen. Vor diesem Hintergrund reifte im FKT vor einem Jahrzehnt der Plan, die strategische und inhaltliche Ausrichtung der Textilforschung zu schärfen und permanent fortzuentwickeln. 2006 wurden bereits die „Perspektiven 2015“ veröffentlicht. Die fünf Leitthemen Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Kommunikation und Emotionalität haben die Zukunftserwartung aller Textilakteure begreifbar gemacht.

2012 sind die „Perspektiven 2025“ erschienen. Die dort verankerten Leitlinien thematisieren den Forschungsbedarf in zehn Wachstumsfeldern und sollen für Institute und Unternehmen Orientierung sein.

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Perspektiven 2025