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Textilforschung aktuell - der Online-Newsletter des Forschungskuratoriums Textil e.V. vom 10.8.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dieser Ausgabe von "Textilforschung aktuell" haben wir folgende Themen für Sie zusammengestellt:

Tischwäsche aus Spinnvliesstoff
Innovationspreis textil+mode
Objektives Bewertungssystem für Schweißgeruch
Dreidimensionale Formkörper für faserverstärkte Kunststoffe


Tischwäsche aus Spinnvliesstoff
 

Neuartige Tischdecken für den Außenbereich auf Basis von Spinnvliesstoffen hat das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI) im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelt.

Die besonders elastische und gut auf Tischflächen haftende Tischwäsche wird in Kürze von einem Industriepartner vermarktet. Sie ist vielfältig durch Färbung und Druck gestaltbar, verfügt über eine feuchtigkeits- und schmutzabweisende Oberfläche, ist Wetter- und UV-beständig und weist eine hohe Strapazierfähigkeit bei wiederholten Waschvorgängen auf.

Um die anwendungsspezifischen Anforderungen zu erfüllen, wurden verschiedene Materialkombinationen im Rahmen der Bikomponenten-Spinntechnologie untersucht. Einbezogen wurde auch die Möglichkeit, zusätzliche funktionelle Eigenschaften über Nebenkomponenten zu erzielen.

Mehr Informationen zu diesem Forschungs-Highlight finden Sie hier.



Innovationspreis textil+mode
 

Auch in diesem Jahr verleiht der Gesamtverband textil+mode im Namen der kompletten Branche den Innovationspreis textil+mode. Der Preis richtet sich an Nachwuchskreative mit nicht mehr als fünf Jahren Berufserfahrung und wird in den Kategorien Modedesign, Textildesign und Innovative Textilien vergeben.

 

Bewerbungen sind bis zum 31. August 2009 möglich. Die eingereichten Arbeiten müssen folgende Kriterien erfüllen: hoher Innovationsgrad, Markttauglichkeit und Umsetzbarkeit (keine bloße Idee). Die Form des Beitrags steht dem Teilnehmer frei, das Konzept und die Innovation müssen aber klar erkennbar und verständlich sein.

 

Der Wettbewerb wird seinen Abschluss in einer großen Abendgala am 12. Oktober 2009 im Museum K21 in Düsseldorf

finden. In Showformaten werden die Arbeiten der Gewinner je Kategorie vor rund 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft präsentiert. Die drei Preisträger - ein Gewinner je Kategorie - erhalten jeweils einen Gesamtwert von 50.000 Euro, davon 10.000 Euro Preisgeld in bar und rund 40.000 Euro in Sachleistungen wie Experten-Coaching, Messeauftritte etc.  

Mehr Informationen zum Innovationspreis textil+mode gibt es hier.



Objektives Bewertungssystem für Schweißgeruch
 

Der erste Schritt die Bildung unangenehmen Fußgeruch zu verhindern ist, dessen Ursachen auf den Grund zu gehen. Mit einem objektiven sensorischen Bewertungssystem für Schweißgeruch sind Wissenschaftler des Bekleidungsphysiologischen Instituts Hohenstein e.V. (BPI) und deren Forschungspartner diesem Ziel einen wichtigen Schritt näher gekommen.


Die Geruchsbildung durch bakterielle Schweißzersetzung ist nicht allein vom Träger abhängig, sondern insbesondere auch von den Konstruktionsmerkmalen der Schuhe (z.B. Ober- bzw. Sohlenmaterial) und Strümpfe (z.B. Fasermaterial). Bisher ist eine Produktentwicklung hinsichtlich sensorischer Eigenschaften allein im Trial and Error-Verfahren und mit Hilfe aufwändiger Tests mit Probanden möglich. Mit dem im Rahmen eines Forschungsvorhabens entwickelten
objektiven Bewertungssystem für die sensorische Beurteilung des Schweißgeruches können Kundenreklamationen und in der Folge notwendige, teure Neukonstruktionen künftig vermieden werden.

Mehr Informationen zu diesem Forschungs-Highlight finden Sie hier.



Dreidimensionale Formkörper für faserverstärkte Kunststoffe
 
Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird derzeit vom Institut für Textiltechnik an der RWTH Aachen (ITA) nach Möglichkeiten gesucht, durch die Herstellung dreidimensionaler textiler Formkörper die Festigkeit von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen zu verbessern und die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu erhöhen.

Derzeit werden die Formkörper üblicherweise noch in Ebene gestickt (2-D) und anschließend umgeformt, um dem Bauteil seine dreidimensionale Kontur (3-D) zu geben. Bei dem Umformprozess kommt es zu unkontrollierten Faserondulationen, wodurch im fertigen Bauteil harzreiche Zonen entstehen. Dies und die Tatsache, dass durch die Ondulationen die Fasern nicht mehr kraftflussgerecht im Bauteil liegen, führen zu einer Abnahme der Bauteilfestigkeit.

Mehr Informationen zu diesem Forschungs-Highlight finden Sie hier.



Impressum

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10117 Berlin
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VR 28717 Berlin-Charlottenburg
DE 27/640/58021

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Vorsitzender: Klaus Huneke

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+49 30 726 220-49
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