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Textilforschung aktuell - der Online-Newsletter des Forschungskuratoriums Textil e.V. vom 10.3.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit kurzem steht von der Broschüre "Textile (R)Evolution - Vom Nylonstrumpf zum Flugzeugrumpf" neben der deutschen auch eine englischsprachige Version zur Verfügung. Unter www.textilforschung.de kann diese heruntergeladen oder die Druckversion bestellt werden.

In dieser Ausgabe von "Textilforschung aktuell" haben wir folgende Themen für Sie zusammengestellt:

Der Natur abgeschaut - technischer Pflanzenhalm
DFG-AiF-Cluster erfolgreich gestartet
Mehrlagengestricke für Schutzhelme
ProFiTex-System für mehr Arbeitssicherheit und Effizienz im Rettungsdienst
Parlamentarischer Abend der AiF


Der Natur abgeschaut - technischer Pflanzenhalm
 

Faserverbundmaterialien sind ein erfolgreiches Beispiel für die Umsetzung von natürlichen Bauweisen in technischen Anwendungen (Biomimetik oder Bionik). Pflanzenhalme zum Beispiel verfügen über eine hervorragende Schwingungsdämpfung sowie ein gutmütiges Bruchverhalten, bei dem sich das Versagen der Struktur in mehreren Stufen ankündigt.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes (AiF-Nr. 15141N) wurde vom Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV) nach dem Vorbild von Pflanzenhalmen längsgestreckte Faserverbundprofile entwickelt, welche neben einem geringen Gewicht auch eine sehr gute Schwingungsdämpfung aufweisen und hohen dynamischen Lasten dauerhaft widerstehen.

Mehr Informationen zu diesem Forschungs-Highlight finden Sie hier.



DFG-AiF-Cluster erfolgreich gestartet
 

Am 29. Januar 2010 fiel mit dem Kick-off-Meeting in Dresden der Startschuss für den ersten unter Beteiligung des Forschungskuratoriums Textil e.V. erfolgreich beantragten und bewilligten DFG-AiF-Cluster „Leichtbau und Textilien - Serienangepasste Material- und Technologieentwicklung zur effektiven Nutzung textilverstärkter Kunststoffbauteile“.

Das Ziel des Forschungsclusters ist die Erarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen und anwendungsorientierten Methoden und Technologien zur kosten- und energieeffizienten Nutzung neuartiger Textilhalbzeuge und Fertigungstechnologien für komplexe Leichtbauanwendungen in mittleren und Großserien. Im Rahmen der Veranstaltung am Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) wurden unter Beteiligung zahlreicher Industrievertreter die Zielsetzung, Aufgaben sowie die weitere Vorgehensweise festgelegt.

Bei Fragen zum Forschungscluster "Leichtbau und Textilien" wenden Sie sich an kjansen@textilforschung.de.



Mehrlagengestricke für Schutzhelme
 

Verstärkungstextilien für leistungsfähige Com­po­site-Schutzhelme stellen für die Flachstrickbranche einen innovativen, zukunftsträchtigen Arbeitsbereich dar. Gefordert sind dabei textile Halbzeuge, die es ermöglichen, Helmschalen bei mindestens gleichbleibendem Leistungsniveau, dabei aber geringeren Produktionskosten und verbesserter Reproduzierbarkeit herzustellen.

Das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden (ITM) hat diese Anforderungen in einem Forschungsprojekt (IGF-Nr. 15153 BR) aufgegriffen. Entwickelt wurden zweilagige Mehrlagengestricke (MLG), die mit mittleren bzw. geringen Kuliertiefeneinstellungen gefertigt wurden. Daraus hergestellte Demonstratorhelme weisen in normgerechten Falltests ein besonders hohes Leistungsvermögen auf.

Mehr Informationen zu diesem Forschungs-Highlight gibt es hier.



ProFiTex-System für mehr Arbeitssicherheit und Effizienz im Rettungsdienst
 

Die Wissenschaftler des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen arbeiten seit Oktober 2009 an einem textilbasierten System für Feuerwehrleute und deren Einsatzleiter. Dabei sollen verschiedene Technologien in ein vernetztes System eingebunden werden, welches die Kommunikation zwischen den Feuerwehrleuten und allen anderen Teilnehmern der Kommandokette ermöglicht.

Neben der Integration von Smart Textiles in die Schutzbekleidung werden im Rahmen des Forschungsprojektes "ProFiTex" die Auswirkungen der Verfügbarkeit von Daten auf die Einsatztaktik untersucht. Im Fokus der Forschung steht darüberhinaus das Design einer Benutzeroberfläche, welche dem unter Stress stehenden Feuerwehrmann ausgewählte Daten zukommen lässt anhand deren er seine Arbeit sicherer und effizienter gestalten kann, ohne dabei kognitiv überfordert zu werden. 

Mehr Informationen zu diesem Forschungs-Highlight finden Sie hier.



Parlamentarischer Abend der AiF
 

Die Bedeutung die Forschungsförderung für das Überleben der Textilbranche sowie des textilen Maschinenbaus stand im Mittelpunkt des Parlamentarischen Abends der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) am 2. März 2010 in Berlin. 

Unter dem Motto "Vom Nylonstrumpf zum Flugzeugrumpf" zeichnete Prof. Dr. Stefan Mecheels, Leiter der Hohenstein Institute in Bönnigheim, den Strukturwandel in der deutschen Textilindustrie in den vergangenen Jahrzehnten nach und griff damit den Titel einer Veröffentlichung des Forschungskuratoriums Textil  auf.

Durch konsequente Forschungsaktivitäten in den über 15 industrienahen Textilforschungsinstituten und unterstützt durch das Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) als einem der wichtigsten Grundpfeiler textiler Innovationen habe sich die Textilindustrie „am eigenen Schopfe aus dem Sumpf“ gezogen, bilanzierte Mecheels. Nach seinen Worten trage gerade auch das Forschungskuratorium Textil als „gewissenhafter Moderator zwischen Forschung, Industrie und der AiF“ mit seinen strategischen Planungen dazu bei, dass die vorwettbewerblichen Fördermittel des BMWi effektive Verwendung finden.



Impressum

Forschungskuratorium Textil e. V.

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10117 Berlin
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Geschäftsführer: Dr. Klaus Jansen
Vorsitzender: Klaus Huneke

+49 30 726 220-0
+49 30 726 220-49
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